Simon Hutter (geboren 1867 in Großberghofen, gestorben 1952 ebenda) war ein deutscher Schuhmacher und Heimatforscher. Er führte die Schuhmacherei seines Vaters, Großvaters und Urgroßvaters weiter. Er arbeitete oft als Schuster auf der Stör, wie man es nannte, wenn ein Handwerker seine Dienste im Haus des Kunden verrichtete. So bekam er Einblicke in das Leben der Bauern und Kleinhäusler in seiner Umgebung. Schon früh entwickelte er seine Sammelleidenschaft. Als im Jahre 1913 das „Elektrische“ eingeführt wurde, fand Simon Hutter eine zusätzliche Einnahmequelle. Er wurde Stromableser der Amperwerke. Nun boten sich ihm noch mehr Möglichkeiten, Gegenstände des täglichen Gebrauchs, Bücher und Zeugnisse vergangener Zeiten zu sammeln; denn er kam auf die Höfe, in die Anwesen, in jedes Haus und fand in Abstellkammern und in Speichern manches, was ihm die Eigentümer überließen, weil das „alte Zeug“ für sie keinen praktischen Wert mehr hatte. Hutter interessierte sich sein Leben lang für die Vergangenheit und die Lebensumstände in seiner Region. Deshalb schrieb er seine Beobachtungen vom Leben auf dem Dorf in seiner Zeit ausführlich auf. Seine Auzeichnungen und die gesammelten Artefakte sind heute Bestandteil des 1993 Hutter-Museums Großberghofen.