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Leo Weismantel

Max Jungnickel

Brief

Ort: Würzburg

Datum: 26. Juli 1920

Artikelnummer: KKS202600520

140,00 €
Preis Differenzbesteuert n. § 25a UStG. inkl. 19% MwSt. - zzgl. Versand
Stk

Inhalt

Brief des Schriftstellers Leo Weismantel an den Kollegen Max Jungnickel, den er bei dessen Besuch im Verlag in Würzburg leider nicht antreffen wird, da Weismantel ab dem 1. Oktober nicht mehr da arbeitet und sich in die "Einsiedelei" nach Marktbreit zurückzieht.

Maße

Das Blatt misst ca. 28,5 x 22,5 cm.

Zustand

Die Schrift in schwarzer Tinte, gut lesbar und erhalten. Der Bogen oben links mit Adressdruck und Wasserzeichen, vergilbt, griff- und falzspurig, verinzelt blass stockfleckig, etwas knickfaltig, in den Kanten und Falzkanten etwas angeschmutzt und bestoßen. Sonst in gutem Zustand.

Provenienz

Aus Berliner Privatbesitz.

Leo Weismantel (geboren 1888 in Obersinn im Spessart, gestorben 1964 in Rodalben/Rheinland-Pfalz) war ein deutscher Schriftsteller, Reformpädagoge und Kulturpolitiker, der insbesondere durch seine Beiträge zur Erwachsenenbildung und Reformpädagogik bekannt wurde. Nach dem Studium in Würzburg promovierte er zum Dr. phil. und arbeitete zunächst als Lehrer, bevor er sich verstärkt pädagogischen und publizistischen Aufgaben widmete. 1928 gründete Weismantel in Marktbreit die „Schule der Volkschaft“, ein reformpädagogisch ausgerichtetes Lehr- und Forschungsinstitut, das humanistische und gemeinschaftsorientierte Bildungsansätze verfolgte. Zudem war er Mitbegründer der deutschen Sektion des internationalen „Weltbundes für Erneuerung der Erziehung“ und damit in internationale reformpädagogische Netzwerke eingebunden. Neben seiner pädagogischen Tätigkeit veröffentlichte Weismantel zahlreiche literarische und kulturpolitische Schriften. Zwischen 1924 und 1928 gehörte er dem Bayerischen Landtag an und engagierte sich dort vor allem in Bildungs- und Kulturfragen. Nach 1945 beteiligte er sich am Wiederaufbau des Bildungswesens und wirkte unter anderem als Professor für Deutsch und Kunsterziehung am Pädagogischen Institut Fulda. Heute gilt Weismantel als bedeutender Vertreter einer ganzheitlich orientierten Reformpädagogik der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Max Jungnickel (geboren 1890 in Saxdorf, Kreis Liebenwerda, gestorben 1945 in Welun]) war ein deutscher Schriftsteller. Nach dem Besuch der Volksschule begann er 1904 eine Lehrerausbildung an der Präparandenanstalt in Delitzsch, von der er 1906 relegiert wurde. Jungnickel ging nach Berlin, wo er anfangs in ärmlichen Verhältnissen lebte. Er war Mitarbeiter einer Zeitschrift und hörte daneben an der Universität Vorlesungen bei dem Literaturwissenschaftler Erich Schmidt. Nach Kriegsende lebte Max Jungnickel wieder als freier Schriftsteller in Berlin. Er war Verfasser von Romanen, Erzählungen, Novellen, Skizzen, Theaterstücken und Gedichten sowie Essays. Seine Werke tragen häufig märchenhafte Züge und sind stark beeinflusst von der deutschen Romantik und den dänischen Autoren Hans Christian Andersen und Jens Peter Jacobsen.

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