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Johannes Scherr

Jacob Mähly

Rezension

Ort: Zürich

Datum: um 1880

Artikelnummer: KKS202600271

70,00 €
Preis Differenzbesteuert n. § 25a UStG. inkl. 19% MwSt. - zzgl. Versand
Stk

Inhalt

Kulturhistoriker Johannes Scherr rezensiert Jacob Mählys "Geschichte der römischen Lyriker". Es handelt sich dabei um die erste Seite der Besprechung.

Maße

Das Blatt misst ca. 28,5 x 23,0 cm.

Zustand

Dioe Schrift in schwarzer Tinte, gut lesbar und erhalten. Der Bogen gebräunt, griff- und falzspurig, stockfleckig, etwas angeschmutzt, knickfaltig, in den Kanten und Falzkanten bestoßen und etwas berieben. Sonst in Ordnung.

Provenienz

Aus Berliner Privatbesitz.

Johannes Scherr (geboren 1817 in Rechberg-Hinterweiler, gestorben 1886 in Zürich) war ein deutscher Schriftsteller, Kulturhistoriker und politischer Publizist des 19. Jahrhunderts, der insbesondere durch seine populärwissenschaftlichen Darstellungen europäischer Kulturgeschichte bekannt wurde. Scherr wuchs in einem bildungsbürgerlichen Umfeld auf und studierte zunächst Theologie, bevor er sich zunehmend literarischen und historischen Themen zuwandte. Früh geriet er unter den Einfluss liberaler und demokratischer Ideen, was sein späteres Wirken nachhaltig prägte. Im Zuge der revolutionären Bewegungen von 1848 engagierte sich Scherr politisch auf Seiten der Demokraten. Nach dem Scheitern der Revolution musste er aufgrund seiner politischen Aktivitäten ins Exil gehen und ließ sich schließlich in der Schweiz nieder, wo er einen Großteil seines Lebens verbrachte. Dort wirkte er unter anderem als Professor für Geschichte und Literaturgeschichte am Polytechnikum in Zürich (heute ETH Zürich) und entwickelte sich zu einem produktiven Autor. Scherrs Werk zeichnet sich durch eine breite Themenvielfalt aus, wobei er sich besonders der Kultur- und Sittengeschichte widmete. Mit Werken wie „Kulturgeschichte des deutschen Volkes“ oder „Deutsche Kultur- und Sittengeschichte“ erreichte er ein breites Publikum, da er historische Inhalte anschaulich und zugänglich vermittelte.

Jacob Achilles Mähly (geboren 1828 in Basel, gestorben 1902 ebenda) war ein Schweizer Altphilologe, Übersetzer und Literaturhistoriker, der sich insbesondere durch seine Arbeiten zur antiken Literatur und deren Vermittlung an ein breiteres Publikum einen Namen machte. Er entstammte einem gebildeten Umfeld und erhielt eine fundierte humanistische Ausbildung, studierte klassische Philologie und widmete sich früh der Erforschung griechischer und lateinischer Texte, wobei ihn sowohl wissenschaftliche Genauigkeit als auch eine anschauliche Darstellung interessierten. Nach Abschluss seiner Studien war Mähly zunächst im Schuldienst tätig, bevor er eine akademische Laufbahn einschlug. Er wirkte unter anderem als Professor für klassische Philologie an der Universität Basel und später auch in Zürich. Sein wissenschaftliches Interesse galt vor allem der antiken Erzähltradition, insbesondere der Fabel- und Anekdotenliteratur, deren Stoffe er sammelte, analysierte und teilweise neu bearbeitete. Dabei bemühte er sich, die moralischen und kulturgeschichtlichen Dimensionen antiker Texte herauszuarbeiten und sie für die Gegenwart fruchtbar zu machen. Ein zentrales Anliegen Mählys war die Popularisierung antiker Literatur. In seinen zahlreichen Veröffentlichungen bereitete er klassische Stoffe in einer Form auf, die auch für ein nicht spezialisiertes Publikum verständlich war. Seine Arbeiten trugen so wesentlich dazu bei, das Interesse an der Antike im 19. Jahrhundert zu fördern und zu verbreiten. Gleichzeitig blieb er der philologischen Präzision verpflichtet, was ihm auch in Fachkreisen Anerkennung einbrachte.

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