Georg von Hülsen-Haeseler (geboren 1858 in Berlin, gestorben 1922 ebenda) war ein preußischer Verwaltungsbeamter und einer der einflussreichsten Kulturfunktionäre des Deutschen Kaiserreichs. Nach dem Besuch des Gymnasiums studierte er Rechts- und Staatswissenschaften in Lausanne, Leipzig und Berlin und trat anschließend in den preußischen Staatsdienst ein. Seine juristische Ausbildung schloss er mit dem Assessorexamen ab und qualifizierte sich damit für höhere Verwaltungsaufgaben. eine Karriere verlief überwiegend im Bereich der Kunst- und Kulturverwaltung. 1896 wurde Hülsen-Haeseler in das Preußische Kultusministerium berufen, wo er rasch aufstieg. 1909 ernannte man ihn zum Direktor der Generalverwaltung der Königlichen Theater, womit er die oberste Aufsicht über die Berliner Hoftheater, insbesondere das Königliche Schauspielhaus, übernahm. In dieser Funktion prägte er über ein Jahrzehnt hinweg maßgeblich die Theaterpolitik Preußens und förderte eine professionelle Verwaltungsstruktur des staatlichen Theaterwesens. Zu seinen wichtigsten Leistungen zählt die Modernisierung der Theaterverwaltung, die Stärkung der staatlichen Kulturförderung sowie die Sicherung eines hohen künstlerischen Niveaus der preußischen Bühnen in der Spätphase des Kaiserreichs.