Christian Friedrich Scherenberg (geboren 1798 in Stettin, gestorben 1881 in Berlin) war ein deutscher Dichter und Publizist des 19. Jahrhunderts, der vor allem durch seine epische und vaterländische Lyrik bekannt wurde. Nach dem Besuch des Gymnasiums begann er zunächst eine kaufmännische Ausbildung, wandte sich jedoch früh literarischen Studien zu und bildete sich weitgehend autodidaktisch weiter. 1817 ging er ohne Wissen seines Vaters nach Berlin, wo er sich besonders dem Dresdner Hofschauspieler Friedrich Wilhelm Porth anschloss. Dieser erwärmte ihn für den Beruf des Schauspielers. Seine Ausbildung machte er bei Pius Alexander Wolff. Dann nahm er eine Stelle in einer Magdeburger Wandertheatertruppe an. 1838 verließ er Magdeburg und ging mit seinen Kindern wieder nach Berlin. Hier war er auf Abschreibearbeiten und Hauslehrertätigkeit angewiesen. Doch besserte sich seine Lage, als ihn Louis Schneider 1840 in den ‚Tunnel über der Spree‘ einführte. Jetzt fand er Vermittlung für den Druck seiner Gedichte und große Anerkennung für seine vaterländischen Epen über die Schlachten von Ligny und Waterloo. 1845 bekam eine Anstellung im preußischen Kriegsministerium, wo er 1854 wieder ausschied und vom König eine dreijährige Pension von 300 Talern erhielt. Für spätere Werke erhielt er dann auch vom Kronprinzen Friedrich eine Pension.